Giftstoff Fluorid

In höchstem Maß umstritten: Was sollen Giftstoffe im menschlichen Körper bewirken?

Gewonnen wird Fluor aus dem Mineral Flussspat und wurde aufgrund seiner extremen Reaktivität lange Zeit zur Herabsetzung des Schmelzpunktes von Erzen verwendet. Als die damit verbundene Entsorgungsmenge dieses hochgiftigen Stoffes in den Vereinigten Staaten zu groß wurde, gab in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der damalige Finanzminister, Andrew W. Mellon, eine Studie in Auftrag. Ihm, gleichzeitig Generaldirektor der Aluminium verarbeitenden Firma ALCOA, war damals auch das staatliche Gesundheitsressort unterstellt. In der besagten Studie wurde aufgezeigt, dass die Bewohner von Orten mit erhöhtem Fluoridgehalt (eine Salzart des giftigen Fluorwasserstoffes) im Leitungswasser weniger an Zahnkaries leiden würden als anderswo. Auf der Grundlage dieser Vermutung (eine wissenschaftliche Erkenntnis hat es nie gegeben) ließ er in vielen Gebieten Fluorid dem Leitungswasser beimengen und hatte so im Handumdrehen auch das Entsorgungsproblem seines Unternehmens los.

Zu den ersten Anwendungen von Fluoriden zählt der Einsatz als Holzschutzmittel sowie als Ratten- und Insektengift (siehe im Internet Natriumfluorid).

Heute werden dem Großteil der Zahnpasten Fluorid beigemengt, obwohl laut einem im Jahr 2013 veröffentlichten Gutachten der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) für den menschlichen Körper Fluorid kein essentieller Nährstoff ist. Es dient weder den Wachstumsprozessen noch der Zahnentwicklung und Zeichen eines Fluoridmangels konnten nie identifiziert werden. Umstritten ist inzwischen auch die Wirksamkeit des Fluorids in Sachen Kariesschutz.

Dagegen sind die Produzenten von Zahnpasten gezwungen worden, die Menge des Fluorids in ihren Cremen auf der Verpackung zu vermerken. 1.500 ppm (parts pro million) ist der gesundheitliche Höchstwert, den wir mit unserer Zahnbürste täglich in den Mund nehmen. Dazu kommt der Ratschlag, dass man möglichst keine Zahnpasta schlucken soll. Beim Vergleich dieses Höchstwertes mit der Aufschrift auf der eigenen Zahnpaste wird manchem Nutzer mulmig.