Auf der Suche nach Natürlichkeit

Gerade am Kosmetikmarkt finden
Konsumenten viele zweifelhafte Angebote.

 

Zumindest in unserer Gesellschaft macht sich immer mehr der Ruf nach  Natürlichkeit breit. Dieser Trend setzt sich der Erkenntnis entgegen, dass die Ressourcen der Erde um 1,7 Mal rascher verbraucht werden, als es ihnen gelingt nachzuwachsen. Im Internet zählen die Begriffe „Natürlichkeit“, „biologisch“, „organisch“ oder auch  „vegan“ in den letzten Jahren zu den am meisten gesuchten Augmenten. Auch denken immer mehr Menschen darüber nach, selbst in Städten ihr eigenes Gemüse anzubauen und zu ernten.

Dem gegenüber stehen die großen Konzerne, die über deren Lobbyisten Einfluss auf die Gesetzgebung nehmen, wie zuletzt wieder einmal in Europa. Verbraucherschützer laufen Sturm gegen das zuletzt ergangene Gesetz zur Produktion von biologischen Lebensmitteln, das im Jahr 2021 in Kraft treten soll. Besonders die Zusammensetzung der Zutaten, wo gerade mal 40% des Inhalts mit  biologischem Ursprung reichen, um sich als Bio-Produkt bezeichnen zu können, schlägt hohe Wellen.

Dass künftig dann auch noch Mischbetriebe mit biologischer und konventioneller Herstellung auf diesem Markt zugelassen sind, schlägt für viele dem Fass den Boden raus. Etiketten mit mangelhaft angeführten Inhaltsstoffen oder gar unterlassenen Nennung von Zutaten lassen in vielen Menschen schwere Zweifel aufkommen. Was Wunder, wenn Konsumenten künftig auf Produkte ausweichen, die Frische, Effizienz sowie Nachhaltigkeit versprechen  und dann auch noch ethisch produziert sind?